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Solju – ein samisches Duo aus dem hohen Norden


Joik, Kehlkopfgesang und Synthesizer: Auf ihrem Debütalbum Odda Áigodat verbinden die Musikerinnen von Solju gekonnt traditionelle und moderne Einflüsse.

von MoinMoiNews , 30.05.2018 — 0 Kommentare

Ulla Pirttijärvi und Hildá Länsman © Marja Helander

Blaue Haare und traditionelle Kleidung? Bei Hildá Länsman kein Widerspruch! Die Sängerin ist Teil der Gruppe Solju, die samischen Joik mit europäischer experimenteller Popmusik verbindet. Dabei musiziert Hilda gemeinsam mit ihrer Mutter Ulla Pirttijärvi, die ihre Karriere bereits in den 1980er Jahren in der Gruppe Angelin tytöt (dt. Die Mädchen von Angeli, später umbenannt in Angelit) begann und sich danach unter anderem als Solokünstlerin einen Namen machte. Die Tochter Hilda studiert an der renommierten Sibelius-Akademie in Helsinki. Solju formten die beiden im Jahr 2014. Der Name der Band geht auf die Bezeichnung für die Brosche zurück, die am traditionellen Oberteil Gákti getragen wird.

Solju verbindet den traditionellen Gesang mit modernen Klanglandschaften zu einer Musik, die nach eigener Beschreibung lebendig, erdverbunden, farbenfroh und originell und zugleich ätherisch und malerisch ist. Sie beschwört Bilder einer grenzenlosen Wildnis herauf, aber auch die intime Geborgenheit des Lagerfeuers. Kern dieser Klangwelt bilden die samische Identität sowie Anklänge an die traditionelle Lebensweisen und die Mythologie Nordlapplands.

Das Debütalbum Odda Áigodat New Times erschien im April 2018 beim Label Bafe’s Factory, die beiden Singles Odda Áigodat New Times and Heargevuoddji Reindeer Driver aber schon zum Samischen Nationalfeiertag am 06. Februar 2018. Neben den beiden Sängerinnen und den Musikern Samuli Laiho (Synthesizer, Klavier, Glockenspiel) und Teho Majamäki (Percussion, Vibraphon, Hang) sind auf dem Album als Gastmusiker Mikko Neuvonen (Kehlkopfgesang), Janne Puurtinen (Synth-Bass, Synthesizer), Paavo Lötjönen (Cello) und die Tschechische Philharmonie ( (Streicher) zu hören. Zentrales Thema des Albums ist die nordlappische Natur. „Daraus beziehen wir unsere Kraft“, so Ulla Pirttijärvi gegenüber Lapin Kansa. „Außerdem ehren wir die Geister unserer Vorväter, die uns aus den alten Zeiten bis in unsere Gegenwart begleitet haben.“

Das Veröffentlichungskonzert fand am 25. April im G Livelab in Helsinki statt. Für ganz 2018 sind weitere Auftritte in verschiedenen Städten in Finnland und auf dem Riddu Riddu Festival in Norwegen geplant. Mehr Informationen zu den einzelnen Konzerten gibt es auf der Webseite der Band. Wer außerdem über alle Aktivitäten der Band auf dem Laufenden bleiben will, schaut einfach auf ihrer Facebookseite vorbei!

Übrigens: Am 15. Juni erscheint das Album in Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Label Nordic Notes.

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