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Solar Foods und das Essen der Zukunft

Das finnische Unternehmen plant, bis 2020 ein erneuerbares Protein auf den Markt zu bringen

von MoinMoiNews , 20.11.2018 — 0 Kommentare

© Rachael Gorjestani/Unsplash


Nyhtökaura bzw. Pulled Oats ist sicher einigen Finnlandfreunden ein Begriff, die sich in den letzten Jahren in einem finnischen Supermarkt umgesehen haben. Die vegane Fleischalternative aus Hafer und Bohnen findet sich immerhin schon seit einiger Zeit in den Kühlregalen und ist nach Angaben der Hersteller Gold&Green ein großer Erfolg. Möglicherweise kommt nun auch das nächste Nahrungsmittel der Zukunft aus dem Norden, denn das finnische Unternehmen Solar Foods arbeitet auf Hochtouren an einer neuen Produktionsmethode für Protein.

Die neue Methode beruht auf dem gemeinsamen Forschungsprojekt „Food From Electricity“ des finnischen Forschungszentrums für Technologie VTT und der Technischen Universität Lappeenranta im Südosten Finnlands. Dahinter steht eine revolutionäre Idee, die sich schon im Namen des Unternehmens ankündigt: Solar Foods wollen Nahrung aus erneuerbaren Ressourcen produzieren. Verwendet werden dazu Luft bzw. Kohlenstoffdioxid, Wasser und Sonnenenergie als Hauptkomponenten in Kombination mit einigen Spurenelementen. Die Methode nutzt die Elektrizität aus Solarzellen, um gezielt Bakterien zu vermehren und damit einen etwa zur Hälfte aus Protein bestehenden Rohstoff zu gewinnen. Der Rest setzt sich aus Kohlenhydraten und Fetten zusammen.

Solar Foods hat sich große Ziele gesetzt. Der negative Einfluss des Proteins auf die Umwelt soll nicht nur zwischen zehn und hundert Mal kleiner sein als bei Fleisch- und Fleischersatzprodukten, sondern sein Preis soll auch mit dem von Sojaprotein konkurrieren können. Auf lange Sicht soll es sogar die Grundlagen der Nahrungsproduktion neu definieren, da das Protein nach den Vorstellungen seiner Erfinder in der Herstellung von Landwirtschaft, Wetter und Klima unabhängig ist – so unabhängig, dass die neue Methode sogar in der Wüste oder im All Nahrung produzieren soll. Im Oktober gab das Unternehmen bekannt, dass es im Rahmen des Business Incubation Programme der Europäische Weltraumorganisation eine Methode entwickeln werde, um Astronauten auf dem Weg zum Mars zu verpflegen. Auch in Gebieten, die von Hungersnöten bedroht sind, soll die Methode in Zukunft eingesetzt werden.

Lange soll es nicht mehr dauern, bis die ersten Kunden das neue Protein auf ihren Tellern haben: Solar Foods plant derzeit, im Jahr 2020 mit der kommerziellen Produktion zu beginnen. Es könnte also gut sein, dass die Finnen nach Haferproteinen schon bald die nächste Innovation der Nahrungsproduktion testen dürfen.

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