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Nach dem Training ins Eisloch


Eisschwimmen ist im Ausland bekannt als eine der finnischen Verrücktheiten. In den letzten Jahren zieht es immer mehr junge Sportlerinnen und Sportler in die Fluten.

von MoinMoiNews , 04.01.2019 — 0 Kommentare

© Stephen Ellis/Unsplash


Wer im Winter an einem zugefrorenen See vorbeigeht, denkt vielleicht mit einigem Schaudern an die Temperaturen, die in der dunklen Jahreszeit im Wasser unter der Eisdecke herrschen müssen. Darin schwimmen? Bitte erst im Sommer wieder! Bei etwa hunderttausend abgehärteten Finninnen und Finnen sieht es nach Angaben des Sportverbands Suomen Latu jedoch anders aus: Sie stürzen sich sogar regelmäßig in die kalten Fluten von Seen und Meer. Zumindest hin und wieder probieren täten es mehr als eine halbe Million. Von der Beliebtheit der Sportart künden auch die finnischen Meisterschaften im Eisschwimmen, die in diesem Jahr in Turku ihr 30-jähriges Jubiläum feiern. Vom 01. bis zum 03. Februar wetteifern dort Schwimmerinnen und Schwimmer auf 25 und 50 Meter langen Bahnen im Brust- und Freistil.

In den letzten Jahren haben immer mehr junge Leute das Eisschwimmen für sich entdeckt. Jukka Vuorinen von Suomen Latu erklärt gegenüber Yle, dass sich der Sport vor allem bei den sportlich Aktiven zum neuen Trend gemausert habe. Seine Kollegin Päivi Pälvimäki beobachtet, dass es den jüngeren Eisschwimmerinnen und Eisschwimmern auch um das Austesten der eigenen Grenzen gehe, die Suche nach einem Extrem. Sportlerin Anna Savolainen nutzt das kalte Wasser dagegen vor allem, um ihre Muskeln nach dem Training zu entspannen und Stress abzubauen. Viele verständen zunächst nicht, warum sich jemand freiwillig ins kalte Wasser begebe, erklärt sie gegenüber Yle. Aber sobald sie merkten, wie gut man sich danach fühle, trauten sich immer mehr ins Wasser. Nach Training und Eisloch komme man sich vor wie neugeboren.

Wer sich selbst an dem eisigen Sport versuchen will, kann das an 268 Orten in Finnland tun, davon allein 17 in der Hauptstadt Helsinki. Vor dem Schwimmen rät Suomen Latu dazu, sich über den eigenen Gesundheitszustand zu informieren und bei Herz- und Gefäßkrankheiten zunächst ärztlichen Rat einzuholen. Auch ein gesunder Körper brauche jedoch Zeit, um sich an die Temperaturunterschiede zu gewöhnen. Zwischen Sauna und Eisloch sei es daher gut, eine kurze Pause einzulegen und die Muskeln zu lockern. Beim ersten Mal müssten es außerdem nicht mehr als einige Sekunden im kalten Wasser sein. Nach dem Bad hälfen warme Kleidung und ein flotter Spaziergang dabei, die Wärmeproduktion des Körpers anzukurbeln. So bleibt auch das gute Gefühl danach noch lange erhalten.

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