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Verhütung und der Geldbeutel

Immer mehr Gemeinden in Finnland bieten kostenfreie Verhütungsmittel für Jugendliche und junge Erwachsene an.

von MoinMoiNews , 08.01.2019 — 0 Kommentare

© Thought Catalog/Unsplash


Die westfinnische Region Mittelösterbotten weitet ihr Angebot der kostenlosen Verhütung für Jugendliche aus: In Zukunft bekommen dort auch 20- bis 25-jährige Kondome, Antibabypille, Hormonspirale oder Implantate kostenfrei, was bisher nur für unter 20-jährige möglich war. Mittelösterbotten war nach Angaben von Yle im Februar vergangenen Jahres auch die erste Region, die das Angebot flächendeckend einführte. Die Resonanz sei positiv gewesen. In den ersten vier Monaten hätten rund vierhundert Jugendliche allein die kostenlose Antibabypille in Anspruch genommen.

Einige Städte in Finnland bieten bereits seit längerer Zeit kostenlose Verhütung an. In Vantaa konnte man daher Anfang 2018 schon Bilanz über die vergangenen fünf Jahre ziehen: Schwangerschaftsabbrüche bei jungen Frauen seien in der Region mit der Einführung der Maßnahme deutlich zurückgegangen. Vor allem der Kostenpunkt sei für die Frauen zuvor ein Hindernis bei der Anwendung permanenter Verhütungsmittel gewesen. Die finanzielle Belastung wurde im letzten Jahr auch in der Region der südfinnischen Stadt Riihimäki als entscheidendes Argument gesehen, allen unter 25-jährigen kostenfreie Verhütungsmittel zur Verfügung zu stellen. In der betreffenden Altersgruppe gebe es viele Studierende, für die Geld ein wichtiger Faktor sei.

Kostenlose Verhütung ist in Finnland schon länger ein Thema. Bereits 2007 empfahl das Ministerium für Gesundheit und Soziales, Jugendlichen den Zugang zu Verhütungsmitteln zu erleichtern. Auch der finnische Bevölkerungsverbund Väestöliitto hat sich im letzten Jahr verstärkt dafür eingesetzt, Politik und Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Offenbar mit Erfolg: Nach Angaben von Kuntalehti ergreifen immer mehr Gemeinden ähnliche Maßnahmen wie Vantaa. Im November letzten Jahres hätten sich Hämeenlinna, Turku und Kangasala dieser Gruppe angeschlossen. Viele Gemeinden hoffen, durch die Einführung kostenfreier Verhütung die Zahl der ungewollten Schwangerschaften bei jungen Frauen zu senken und der Benachteiligung finanziell schlechter gestellter Patientinnen und Patienten auf diesem Gebiet entgegenzuwirken. Einfacher Zugang zu Verhütung, so argumentieren sie, komme im Endeffekt der allgemeinen Gleichstellung in Finnland entgegen.

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