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Drogenpferde, Kims Engel und Ärger um den „fishcock“


Auch in Finnland haben sich viele Zeitungen und öffentliche Stellen zum 1. April einen Scherz erlaubt.

von MoinMoiNews , 04.04.2019 — 0 Kommentare

© Fausto García/Unsplash


Wer am 1. April die Zeitung aufschlägt oder durch den Feed scrollt, der muss sich in Acht nehmen, denn Aprilscherze lauern überall. Finnland ist da natürlich keine Ausnahme. Zwischen ernst zu nehmenden Meldungen sprossen ganz eigenartige Gewächse, die bei genauerer Betrachtung nur der Phantasie der Schreiberinnen und Schreiber entsprungen sein konnten. Die Tageszeitung Helsingin Sanomat trug noch am selben Tag einige dieser Blüten zusammen, die auch im Rückblick noch sehr unterhaltsam zu lesen sind.

Nach dem Erfolg der Museumskarte verkündeten ihre Herausgeber beispielsweise in einer Pressemitteilung, dass der Eintritt in fast 300 Museen in Finnland in Zukunft noch einfacher werde: Ab dem 1. April 2020 könnten sich Besucherinnen und Besucher einen Chip unter die Haut pflanzen lassen, der von der amerikanischen Firma April Implant Company entwickelt worden sei. Ein solches Museumsticket sei auf dem Stand der Zeit und außerdem praktisch, weil es weder Platz im Portemonnaie wegnehme noch zu Hause vergessen werden könne.

Die Turku International Airshow schwang sich mit ihrer Meldung dagegen in luftige Höhen auf. Zur diesjährigen Flugshow im Juni erwarte man die nur aus Frauen bestehende Kampffliegerstaffel „Kimin Enkelit“ (dt. Kims Engel) aus Nordkorea, die an der dortigen Jagdflugschule Top Un ausgebildet worden sei. Die Show in Finnland sei der erste Auftritt der Gruppe außerhalb von Nordkorea.

Im ostfinnischen Savo gab es gleich zwei skurrile Nachrichten. Aus Savonlinna wurden Pläne gemeldet, die örtliche Natur besser zugänglich für Touristen zu machen – genauer gesagt die berühmten Saimaa-Ringelrobben, die nur in Finnland im verzweigten Seensystem des Saimaa vorkommen. Da viele Touristen die scheuen Tiere bisher nicht zu Gesicht bekommen hätten, wolle man professionelle Robbentrainer einstellen, die ihre „verborgenen Fähigkeiten“ in eine menschenfreundlichere Richtung lenken sollten. Wenn die erwachsenen Tiere die erhofften Fortschritte zeigten, könne man in Zukunft auch Schulen für die Jungen eröffnen, so die Stadt. Deutlich fischiger ging es in einer Meldung der Zeitung Savon Sanomat zu: Demnach plane die EU, die Bezeichnung kalakukko für das aus Savo stammende Fischgericht zu verbieten, weil sie irreführend sei. Unter der Brotkruste verberge sich nämlich nicht die Spur eines Hahnes, was aber sowohl das kukko im finnischen Wort als auch die englische Übersetzung fishcock nahelegten. Da das Rezept oft Schweinefleisch beinhalte, könne man das Gericht in Zukunft ja kalapossu bzw. fishpork nennen. Mit genug Fantasie fände sich schon ein Name, der alle Parteien zufriedenstelle.

Die Helsinkier Polizei schließlich meldete tierischen Zuwachs in ihren Reihen: Mit dem fünfjährigen Ali bilde man zum ersten Mal ein Pferd im Erschnüffeln von Drogen aus. Der Wallach aus Estland habe einen so guten Geruchssinn, dass er ohne Probleme die Aufgabe eines Drogenspürhundes übernehmen könne.

Bei einer solchen Bandbreite an seltsamen Meldungen lässt sich nur mutmaßen, zu welchen Scherzen die Finnen im nächsten April aufgelegt sein werden...

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