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Mehr als nur Lichter

Seit Jahren schon sucht ein Forschungsteam um den finnischen Professor Unto Laine nach Antworten auf die Frage, warum man die Polarlichter mitunter auch hören kann.

von MoinMoiNews , 22.07.2019 — 0 Kommentare

© Forrest Cavale/Unsplash

Polarlichter gehören zu den faszinierendsten Naturphänomenen, die man auf einer Reise in den Norden erleben kann. Neben den Farben, deren Spektrum vom häufigen Grün bis zum selten beobachteten Violett reicht, berichten Menschen immer wieder davon, knackende oder knisternde Geräusche gehört zu haben, während die Lichter am Himmel tanzten.

Auf dem 26. International Congress on Sound and Vibration in Montreal hat der finnische Forscher und emeritierte Professor der Aalto-Universität Unto Laine nun seine Theorie zur Entstehung dieser Geräusche vorgestellt. Demnach entstehen die plötzlichen Laute dadurch, dass das Auftreffen des Sonnenwinds auf die Erdatmosphäre in einer Höhe von 70 bis 80 Metern elektrische Entladungen auslöst. Im Unterschied zur Entstehung der Polarlichter selbst, die sich in einer Höhe von 100 bis 200 Kilometern abspielt, liegt die Quelle der sie begleitenden Geräusche damit deutlich näher am Erdboden, was auch das früher vorgebrachte Argument entkräftet, dass es aufgrund der zu großen Entfernung der Nordlichter vom Boden unmöglich sei, in ihrem Zusammenhang entstehende Geräusche mit dem bloßen Ohr zu hören. Der magnetische Sturm, den der Sonnenwind beim Kontakt mit der Erdatmosphäre auslöse, verstärke außerdem die sogenannte Schumann-Resonanz, also die elektromagnetischen Wellen, die sich entlang des Umfangs der Erdkugel bilden.

Laine hatte seine Theorie bereits vor drei Jahren entwickelt und ergänzte sie auf dem Kongress um weitere Details. So sei zum ersten Mal der Nachweis gelungen, dass es eben diese verstärkten Schumann-Resonanzen seien, die elektrische Entladungen in der Inversionsschicht der Troposphäre aktivierten, dem untersten Teil der Erdatmosphäre. Das Ergebnis seien als Koronaentladungen bezeichnete Lichterscheinungen und eben die knackenden Geräusche.

Das Material für seine Untersuchungen hatte Laine zwischen September 2001 und März 2012 in Südfinnland gesammelt. Obwohl die Messungen an verschiedenen Orten und teilweise mit unterschiedlichen Geräten durchgeführt, stimmten die Ergebnisse überall überein.

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