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Alkohol, Cannabis und Tabak


Während der Alkoholkonsum unter finnischen Jugendlichen in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat, ist das Interesse für andere Rauschmittel gestiegen.

von MoinMoiNews , 17.11.2019 — 0 Kommentare

© Carlos Blanco/Unsplash


Finnische Jugendliche trinken immer weniger Alkohol: Nach Angaben des Instituts für Gesundheit und Wohlfahrt THL ist der Anteil der Neuntklässler*innen, die Bier, Schnaps und ähnliche Getränke konsumieren, seit Jahren rückläufig. Demgegenüber gewinnt der gänzliche Verzicht auf Alkohol an Beliebtheit: Konsequent nüchtern bleiben inzwischen fast ein Drittel der Neuntklässler*innen.

Kirsimarja Raitasalo
vom THL zeigt sich überrascht über die Zahlen: Die Entwicklung hätte ihrer Meinung nach auch anders verlaufen können, vor allem infolge der Gesetzesänderung, nach der stärkere alkoholische Getränke nun auch in kleinen Geschäften und Kiosks verkauft werden dürfen. Beunruhigt sei sie allerdings über die wachsende Beliebtheit von Cannabis, vor allem unter den Jungen. Von ihnen gaben in diesem Jahr 13 Prozent an, schon einmal einen Joint geraucht zu haben. Bei den Mädchen sind es lediglich 9 Prozent, was jedoch gegenüber den jeweils 5 Prozent aus dem Jahr 1995 noch immer einen Anstieg darstellt. Sehr hoch sei die Zahl der Cannabiskonsument*innen zwar noch nicht, doch Raitasalo sieht vorbeugende Maßnahmen als unbedingt notwendig an.

Der Nikotinkonsum ist derweil deutlich zurückgegangen: Griffen vor 20 Jahren noch 25 Prozent der Neuntklässler*innen täglich zur Zigarette, sind es heute nur noch 7 Prozent. Beim Kautabak zeigen Jungen und Mädchen unterschiedliche Tendenzen: Während der jahrelange Anstieg bei den Jungen nachgelassen hat, nimmt der Konsum bei den Mädchen zu. Insgesamt gab ein Drittel der Jungen in diesem Jahr an, Kautabak probiert zu haben, bei den Mädchen waren es etwa 20 Prozent.

Die Zahlen des THL beruhen auf dem European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD), das Jugendliche im Alter von 16 Jahren zu ihren Erfahrungen mit Rauschmitteln befragt. Finnland ist dabei eines von 23 bis 39 europäischen Ländern, die seit 1995 jeweils im Abstand von vier Jahren untersucht werden.

Auch in den älteren Generationen gibt es positive Entwicklungen. So ist etwa die Anzahl der Alkoholvergiftungen in den letzten 15 Jahren deutlich zurückgegangen. Dies geht aus einer Studie der Universität Helsinki und des THL hervor. Starben vor 15 Jahren noch mehr als 500 Menschen jährlich durch übermäßigen Alkoholkonsum, hat sich diese Zahl inzwischen halbiert. Der Rückgang der Todeszahlen machte sich bis 2017 vor allem bei den Männern bemerkbar. Seitdem stagnieren die Zahlen, und bei den älteren Frauen ist sogar ein Anstieg zu beobachten. Junge Männer und Frauen sind dagegen kaum von Alkoholvergiftungen betroffen.

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