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Strahlende Aussichten?

Eine Umfrage zeigt: Atomenergie ist in Finnland populär und Hoffnungsträger gegen den Klimawandel

von SusanneT , 15.12.2019 — 0 Kommentare

Das Atomkraftwerk Olkiluoto, 2015 © Hannu Huovila / TVO (Creative Commons 3.0 )

Sichere, unabhängige und CO2-arme Art der Energieversorgung oder riskante Technologie der Vergangenheit? Über die Atomkraft spalten sich in Europa die Geister.
In Finnland halten in einer aktuellen Umfrage knapp die Hälfte der Befragten Atomenergie für eine nachhaltige Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Bei den jüngeren Befragten, zwischen 15 und 24 Jahre alt, liegt die Zustimmung sogar bei knapp über der Hälfte. Insgesamt wurden 1.000 Teilnehmende in ganz Finnland befragt. Männer und Frauen haben verschiedene Ansichten zur Atomenergie: Nur 29 % der befragten Frauen halten die Atomenergie für eine nachhaltige Lösung gegen den Klimawandel, bei den Männern dagegen über zwei Drittel. Dass Atomenergie nicht unproblematisch ist, dessen sind sich auch die Befürwortenden bewusst. Eine 22-jährige Studentin sagt in der Umfrage jedoch, dass diese Probleme geringer sind als die der fossilen Brennstoffe. Ob und inwieweit Atomenergie daher eine Rolle in der Energiewende spielen kann, darüber wird auch auf EU-Ebene stark gestritten.
In einer Einschätzung zur Umfrage sieht Sanna Syri, Professorin für Energietechnologie an der Aalto Universität Helsinki, die langjährigen guten Erfahrungen mit Atomenergie in Finnland als Grund für die hohe Zustimmung an. Das Vertrauen auf die Atomenergie zeigt sich auch in den Bauprojekten, die im Gange sind: ein dritter Reaktor für das Atomkraftwerk Olkiluoto und das weltweit erste Endlager für Atommüll sollen in den nächsten Jahren in Betrieb genommen werden. Der Reaktorbau ist schon lange jenseits aller Zeit- und Finanzplanungen und soll nun nach den aktuellen Plänen des Betreibers TVO im Frühjahr 2021 mit der Stromproduktion beginnen. Im Endlager, ebenfalls am AKW Olkiluoto an der finnischen Südwestküste, soll ab 2020 in 400-450 m Tiefe radioaktiver Abfall in Kupferbehältern im Fels eingelagert werden.
Während beispielsweise Deutschland den Atomausstieg endgültig beschlossen hat, aber noch kein geeignetes Endlager in Sicht ist, wird in Finnland weiter auf die Technologie gesetzt, aber auch die Müllproblematik angegangen. In einer interessanten Dokumentation widmete sich auch Arte den „Finnen und ihrer Liebe zur Atomkraft“.

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