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Bei Stress in den Wald


Eine Studie an der Universität Tampere findet eine Verbindung zwischen regelmäßigen Aufenthalten in der Natur und einem langfristig gesteigerten persönlichen Wohlbefinden.

von MoinMoiNews , 26.01.2020 — 0 Kommentare

© Lukasz Szmigiel/Unsplash


Wald und Flur als Erholungsort: Was viele Menschen aus ihrer Freizeit kennen, hat die Umweltpsychologin Tytti Pasanen von der Universität Tampere systematisch untersucht. In ihrer Doktorarbeit kommt sie zu dem Schluss, dass ein regelmäßiger Aufenthalt in der Natur das geistige Wohlbefinden verbessert. Bereits frühere Studien hatten gezeigt, dass Bewegung in der freien Natur unter anderem die Herzfrequenz und den Blutdruck senkt sowie Muskelverspannungen abbaut. Solche positiven Effekte stellten sich sogar schon nach einer Viertelstunde ein. Organisationen wie der WWF Finnland und der finnische Allergie- und Asthmaverband wiesen in diesem Zusammenhang zudem auf die Bedeutung des Umweltschutzes für die Gesundheit der Menschen hin.

Die Studie von Dr. Pasanen ergänzt die vorhandenen Ergebnisse nun um Erkenntnisse zur langfristigen Wirkung von täglichen Aufenthalten in der Natur. Deren Auswirkungen auf die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden untersuchte sie durch Befragungen und Feldversuche, bei denen die Teilnehmenden zwischen vier und sechs Kilometer lange Spaziergänge in Stadtparks oder bewaldeten Gebieten absolvierten. Dr. Pasanen stellte dabei unter anderem eine größere Ruhe, ein Klären der Gedanken und eine positivere Einstellung bei den Proband*innen fest.

Dass die positiven Effekte nur davon kämen, dass die Teilnehmenden körperlich aktiv oder allgemein an der frischen Luft gewesen seien, konnte Pasanen widerlegen. Bei jenen Proband*innen nämlich, die sich zwar draußen, aber nicht in der Natur bewegten, waren die erzielten Effekte kleiner.

Wichtig sei außerdem die Motivation, mit der die Teilnehmenden aufgebrochen seien: Die besten Ergebnisse erzielte im Allgemeinen, wer Stress verringern wollte. Wer dagegen in die Natur ging, um allein zu sein, bemerkte weniger Verbesserungen im allgemeinen Wohlbefinden. Dabei machte es keinen Unterschied, ob die Teilnehmenden ihre Spaziergänge im Wald oder in einem Park in der Stadt absolvierten.

Keine Auswirkungen auf die Ergebnisse hatte schließlich auch die konkrete Beschäftigung. Beeren sammeln, den eigenen Gedanken nachhängen oder Tiere und Pflanzen beobachten – wenn es um Naturerlebnis und Wohlbefinden geht, sind alle diese Tätigkeiten laut Pasanen goldrichtig.

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