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Größter Literaturpreis Finnlands fand ausnahmsweise digital statt

Der Finlandia-palkinto oder Finlandia-Preis fand dieses Jahr wie üblich im November statt. Wegen der aktuellen Pandemie musste der größte Literaturpreis Finnlands aber etwas anders verlaufen als sonst.

von Fantine B. , 21.12.2020 — 0 Kommentare

Preisträger des Finlandia-Preises 2020 © Verlage Atena, Gummerus und S&S

Wie viele andere Veranstaltungen auch fand der Finlandia-palkinto oder Finlandia-Preis dieses Jahr nur digital statt. Früher wurden die Namen der Nominierten und Preisträger:innen erst nach der Preisverleihung im Internet bekannt gegeben. Das ist also eine große Premiere. Die Preisverleihungen wurden vom finnischen Hauptfernsehsender Yle ausgestrahlt und waren gleichzeitig auf der Internetseite des Senders zugänglich.

Am 5. November wurden die sechs Nominierten der drei Kategorien vorgestellt und am 25. November die insgesamt drei Preisträger:innen. In jeder Kategorie, Belletristik, Kinder- und Jugendliteratur sowie Sachliteratur, gibt es ein Preisgeld von 30.000 Euro zu gewinnen, aber auch eine einfache Nominierung ist schon von großer Bedeutung: Nominierte Bücher des Finlandia-Preises sind jedes Jahr geschätzte Weihnachtsgeschenke.

Den Preis der Kategorie Sachliteratur haben Marko Tikka und Seija-Leena Nevala für ihr Buch Kielletyt leikit („Verbotene Spiele”) bekommen, das das Tanzverbot nach dem 2. Weltkrieg in Finnland behandelt.

Den Kinder- und Jugendliteraturpreis erhielt die finnlandschwedische Autorin Anja Portin für ihren Kinderroman Radio Popov. In der Geschichte geht es um einem kleinen Jungen, der von seinen Eltern vernachlässigt wird. Gleichzeitig ist das Buch voller Hoffnung und Wärme.

Schließlich kommt die vielleicht angesehenste Kategorie des Finlandia-Preises: Die Belletristik. Dieses Jahr waren drei der Autor:innen noch ziemlich unbekannt, während Anni Kytömäki und Tommi Kinnunen schon früher nominiert wurden und Heikki Kännö 2019 den Runeberg-Preis (Literaturpreis für Poesie) bekommen hatte. Für ihren dritten Roman Margarita hat Anni Kytömäki den Preis gewonnen. Die Handlung ihres Buchs spielt in den 1950er Jahren, spricht aber aktuelle Themen, wie den Umweltschutz, das Recht auf den eigenen Körper und die Introversion, an. Über Margarita erfahren Sie mehr in diesem Artikel der DFG.

Diese Werke sind noch nicht ins Deutsche übersetzt worden, aber bis dahin können Sie Tommi Kinnunens vor zwei Jahren nominierten Debütroman Wege, die sich kreuzen (von Angela Plöger übersetzt) entdecken. Auch die Romane Kissani Jugoslavia („Meine Katze Jugoslawien”) und Bolla (Finlandia-Preis 2019) des Preisträgers aus dem letzten Jahr, Patjim Statovci, werden bald auf Deutsch erscheinen.

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