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Die studentische Anthologie „Neue Nordische Novellen VII“ ist erschienen!

Zum siebten Mal haben Studierende der Universität Greifswald Kurzprosa und Lyrik aus dem Ostseeraum ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht.

von Fantine B. , 18.01.2021 — 0 Kommentare

Cover der studentischen Anthologie "Neue Nordische Novellen VII - Zeitstücke" © Heiner Laborde Verlag

Nach fast zwei Jahren Arbeit ist die siebte Ausgabe der Neuen Nordischen Novellen „Zeitstücke“ endlich da! Dieses Mal wurde das Projekt von Noëmi Grimm (B.A. Fennistik) und Anja Köneke (M.A. Kultur - Interkulturalität - Literatur) geleitet und ist beim Heiner Labonde Verlag erschienen. Thema dieser Ausgabe ist die Zeit in jeder Form:
„In der Anthologie „Zeitstücke“ beschreiben die aufstrebenden Autor*innen ihre Vorstellungen von Zeitwahrnehmung und -verständnis. Sie geben Rückblicke in Kindheit und Jugend von Charakteren und bringen kostbare Momente vergangener Zeiten zum Vorschein, reflektieren aber auch traurige und traumatische Erlebnisse. Immer wieder wird deutlich, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinander verwoben sind.“
Die 30 Studierenden der Fennistik, Skandinavistik, Baltistik und Slawistik haben die Texte selbst ausgewählt und übersetzt, entweder in Sprachteams oder allein.
Für diesen Artikel wurden zwei der Übersetzerinnen des Finnischteams interviewt. Katharina Hemmer studiert Fennistik und Deutsch als Fremdsprache im 5. Semester und Laura-Helena Suominen Fennistik und Kommunikationswissenschaft im 5. Semester.

Welche Kurzgeschichten/Gedichte habt ihr übersetzt?

Katharina: Ich habe die Kurzgeschichte „Apinaleikki“ übersetzt. Der deutsche Titel der Geschichte ist "Das Affenspiel" und geschrieben wurde sie von Tiina Lehikoinen.

Laura-Helena: Ich habe die Kurzgeschichte „Pähkinänsydän“ von Tiina Lehikoinen übersetzt. Der deutsche Titel lautet "Der Nusskern".

Wie habt ihr die Texte gewählt?

Katharina: Die Texte wurden uns zur Verfügung gestellt und viele aus unserem Übersetzungsteam haben Geschichten von derselben Autorin übersetzt.

Laura-Helena: Ein paar Texte waren am Institut schon vorhanden und mir hat der Stil der Autorin sehr gefallen, sodass ich mich entschieden habe, eine ihrer Kurzgeschichten zu übersetzen.

Was hat euch an diesen Texten besonders gefallen?

Katharina: Mir haben damals die Atmosphäre in der Geschichte und der Schreibstil gefallen.

Laura-Helena: Der Titel hat mich sehr angesprochen, sodass ich mich spontan für „Pähkinänsydän“ entschieden habe.

Wie habt ihr gearbeitet?

Katharina: Jeder hat angefangen, die Geschichte selbstständig zu übersetzen und die Ergebnisse haben wir dann im Team gemeinsam besprochen und Fehler analysiert. Wir haben auch oft zusammen nach möglichen und besseren Übersetzungen gesucht. Marko Pantermöller hat unser Team geleitet und uns auch bei den Übersetzungen geholfen.

Was war bei der Übersetzung das Interessanteste? Das Schwierigste?

Katharina: Das Schwierigste war es, die passenden Wörter zu finden. Man musste den Schreibstil der Kurzgeschichte und auch die Bedeutung der Wörter beibehalten. Da war es manchmal schwierig eine Übersetzung zu finden, die genau das ausdrückt, was die Autorin im Original sagen wollte. Das war für mich auch sehr interessant, weil ich nicht gedacht hätte, dass man da so genau sein muss und man manchmal 20 Minuten mit einem Wort verbringt.

Laura-Helena: Durch das Übersetzen bekommt man einen ganz anderen Blick auf die Sprache, das war für mich das Interessanteste. Es reichte nicht mehr, den Inhalt eines Satzes zu verstehen, sondern jedes kleine Detail war wichtig. Genau das war dann aber auch besonders schwierig, ins Deutsche zu übertragen. Mir war sehr wichtig, den Stil der Autorin beizubehalten, gleichzeitig sollte es aber auch auf Deutsch gut klingen.
Da war es sehr hilfreich, dass sich alle Übersetzerinnen und Übersetzer, die aus dem Finnischen übersetzt haben, regelmäßig getroffen haben, um die Übersetzungen durchzusprechen. So konnten wir uns gegenseitig mit Formulierungsvorschlägen helfen.

Was hat euch diese Erfahrung gebracht?

Katharina: Für mich war es eine sehr schöne und interessante Erfahrung, die mir Einblicke in das Übersetzen gegeben hat. Es ist auch eine weitere Berufsmöglichkeit für mich geworden.
Ich finde es toll, dass es so eine Möglichkeit an der Uni Greifswald gibt und Studierende eigene Übersetzungen veröffentlichen dürfen.

Laura-Helena: Diese Erfahrung hat mir erste Einblicke in das Übersetzen gegeben und mir die Tür geöffnet, in diesem Bereich zu arbeiten. Wenn ich ein übersetztes Buch lese, dann weiß ich jetzt, was für ein langer Prozess dahinter steckt und schätze das umso mehr.


Hier geht es zur Projektseite.

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