Close

Anmelden

.

Passwort muss zwischen 8 und 64 Zeichen lang sein

.
Passwort vergessen

Noch kein Benutzerkonto Registrieren

Energiewende: Finnland erforscht seine Möglichkeiten

Bis 2035 soll Finnland klimaneutral sein. Aktuell werden unterschiedliche Techniken der Energieproduktion ausprobiert und umgesetzt, um dieses Ziel zu erreichen.

von Fantine B. , 19.04.2021 — 0 Kommentare

Windpark Tahkoluoto in Pori (Finnland) © Wikimedia Commons / Kallerna

Am Anfang des Jahres hat die Regierung ihr Ziel festgelegt: Finnland soll bis 2035 klimaneutral werden. Noch nicht ausgenutzte Energiequellen sind zum Beispiel Windkraft und Erdwärme.

Die geothermischen Energiereserven des Planeten sind 50.000-mal größer als die Öl- und Erdgasreserven. Problematisch ist aber, dass die Erdkruste in Finnland besonders dick und hart ist. Trotz dieses Hindernisses hat man es in einem Pilotprojekt in Espoo geschafft, zwei 6,4 Kilometer tiefe Löcher zu bohren. Durch das eine wird Wasser nach unten gepumpt, das durch das andere warm wieder nach oben kommt. Wenn dieses Modell auf andere Stellen übertragbar ist, könnte der größte Teil Finnlands durch Erdwärme geheizt werden. Heizen macht aktuell 30% der CO2-Emissionen Finnlands aus.

Eine Möglichkeit, grünen Strom zu produzieren, ist die Wasserstoffwirtschaft und die erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Sonnenkraft. Durch Wasserstoff kann die produzierte Energie gelagert werden. Außerdem kann der Kohlendioxidausstoß in Methan umgewandelt werden, um als Brennstoff für z.B. Gasbusse benutzt zu werden.

Dem Projektleiter des Energieunternehmens Fortum Mikko Muoniovaara zufolge sei die Windkraft in Finnland ausreichend. Es gehe also nur darum, genug Windkraftanlagen zu bauen. Die aktuellen Produktionskapazitäten sollten mindestens verdoppelt werden.

Am 08.04. hat die Regierung dem Parlament eine Gesetzesänderung vorgeschlagen, nach der Benzin- und Dieselanbieter mindestens 20% Biobrennstoffe anbieten müssen. Dieser Anteil sollte bis 2030 auf 30% steigen. Dementsprechend hat das Waldwirtschaftsunternehmen UPM 180 Millionen Euro in den Bau einer Bioraffinerie in Lappeenranta investiert. E-Fuels, d.h. synthetische Kraftstoffe, sollen erst ab 2030 auf den Markt kommen, wenn sie mit Biobrennstoffen konkurrenzfähig sind.

Noch problematisch bleibt die Nutzung des Torfs, der in Finnland seit den 1950er Jahren eine wichtige Energiequelle sowie ein Exportprodukt ist. Vor allem in der Landwirtschaft hat man noch kein besseres Bodenmaterial für Gewächshäuser gefunden. Die Torfgewinnung verursacht aber große Kohlendioxidemissionen. Wenn in Finnland nicht mehr ausreichend Torf abgebaut werden kann, soll er aus dem Ausland importiert werden.

Left Arrow
Right Arrow

Ähnliche Beiträge

Bearbeiten
Finnland News

Oulu wurde zu Kulturhauptstadt Europas 2026 auserwählt

Zusammen mit einer slowakischen Stadt wird Ou...

Bearbeiten
Finnland News

Sibelius’ neu entdecktes Werk zum ersten Mal seit 120 Jahren gespielt

Der Dirigent und Sibelius-Forscher Tuomas Hanni...

Bearbeiten
Finnland News
Bearbeiten
Finnland News

Savonlinna-Opernfestspiele zum zweiten Mal abgesagt

Bis zum letzten Moment hat man gehofft, dass di...

Bearbeiten
Finnland News

Kann ein Unternehmen das Kalevala für sich beanspruchen?

Das Schmuckunternehmen Kalevala Koru wollte ein...

Kommentare

Um zu kommentieren bitte Anmelden

Fail GraphicBitte überprüfe deine Angaben. Vielen Dank.

Success RocketHat geklappt. Vielen Dank.

Cookie Warnung

Akzeptieren Für statistische Zwecke und um bestmögliche Funktionalität zu bieten, speichert diese Website Cookies auf Ihrem Gerät. Das Speichern von Cookies kann in den Browser-Einstellungen deaktiviert werden. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.