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Schulbeginn in Finnland im dritten Corona-Jahr

Mitte August fängt in Finnland die Schule wieder an. Auf dem Programm stehen Hygienemaßnahmen und Reformen in den Gymnasien, da die Schule jetzt bis zum 18. Lebensjahr obligatorisch ist.

von Fantine B. , 23.08.2021 — 0 Kommentare

Mitte August hat der Schulstart in Finnland stattgefunden, © OPH / Getty Images - Johner Images

In Finnland hat die Schule in den meisten Kommunen am 11.08. wieder angefangen. Das finnische Bildungs- und Kulturministerium (fi. Opetus- ja kulttuuriministeriö) und das Institut für Gesundheit (fi. Terveyden ja hyvinvoinnin laitos) haben beschlossen, dass der Unterricht in den Grundschulen und in Gymnasien in Präsenz stattfinden wird. Die Universitäten entscheiden selbst, aber auch ihnen wurde Kontaktunterricht empfohlen.

Selbstverständlich müssen die schon geltenden Hygienemaßnahmen, wie Masken ab der 6. Klasse, Abstand und Hände waschen immer noch eingehalten werden und Schüler bzw. Personal mit Symptomen dürfen nicht in die Schule. Kinder sind an diese Regeln mittlerweile gewöhnt, aber das Personal gibt zu, dass es zum Beispiel in den Pausen schwierig wird, die Kinder dazu zu bringen, Abstand zu halten.

Insgesamt freuen sich die Schüler auf das neue Schuljahr und hoffen, nicht mehr in den Online-Unterricht zu müssen. Bei den Studierenden sieht es weniger eindeutig aus.

In den meisten Universitäten, wie Turku oder Helsinki, versucht man, so viel Präsenzunterricht anzubieten wie möglich, doch wenn es den Lehrkräften sinnvoll erscheint, sollen auch Online-Unterricht sowie Hybridunterricht weiter angeboten werden. In der Universität Turku gibt es je nach persönlicher Situation sowohl Studierende, die lieber alles online machen würden, als auch Studierende, die den Präsenzunterricht bevorzugen.

Wie in einem früheren Beitrag des MoinMoi-Portals berichtet wurde, gilt die Schulpflicht in Finnland ab diesem August bis zum 18. Lebensjahr. Damit wird auch die Oberstufe für alle ab 2005 geborenen Kinder kostenlos. Auch Laptops werden den Schülern von den Schulen ausgeliehen. Ältere Kinder dagegen müssen immer noch ihren eigenen Laptop mitbringen.

Zwei Probleme bringt die Reform mit sich: Erstens haben manche Kinder nach der Mittelstufe und vor der Oberstufe bzw. der Berufsschule ein zusätzliches, vorbereitendes Jahr, eine sogenannte 10. Klasse absolviert. Diese Schüler fangen erst jetzt mit dem lukio (finnische Oberstufe) an, sind aber 2004 geboren und haben somit kein Recht auf die kostenlose Oberstufe bzw. Berufsschule, obwohl diese obligatorisch ist. Der schwedischsprachige Betriebsleiter des Zentralen Amtes für Ausbildung (fi. Opetushallitus) Kurt Torsell erklärt, dass dies eine bewusste Entscheidung war, aber dass „eine Grenze gezogen werden musste“. Viele Kommunen und Schulen sind außerdem dazu bereit, auch für diese ca. 4.500 Schüler eine kostenlose Oberstufe bzw. Berufsschule anzubieten.

Darüber hinaus haben nicht alle Schulen die bestellten Laptops bekommen. In Finnland wird der Unterricht immer digitaler, auch in den Klassenräumen. Die meisten Ressourcen und Lehrbücher sind heutzutage digital und das Abitur findet ausschließlich digital statt. Die meisten Schüler sehen die Digitalisierung als etwas positives an, weil digitale Bücher günstiger sind und der Rucksack leichter wird, wenn man nur den Laptop mitbringen muss.

Wegen des herrschenden Mangels an bestimmten Komponenten in der Elektronikbranche konnten aber nicht alle von den Schulen bestellten Laptops rechtzeitig geliefert werden. Die Eltern mussten gefragt werden, ob die Schüler nicht doch nicht einen eigenen Laptop oder zumindest ein Smartphone für die ersten Wochen mit in die Schule bringen konnten.

In Berufsschulen gibt es das Problem, dass im selben Kurs sowohl neue Schüler als auch ältere, z.B. Erwachsene, zusammenkommen. Die ersten bekommen kostenloses Material von der Schule, die anderen müssen sich selbst versorgen. In manchen Schulen, wie der Schule Omnia in Espoo, in der nur 900 von den neuen 2.000 Schülern kostenloses Material bekommen sollten, wurde deshalb entschieden, dass alle Schüler gleich behandelt werden, d.h. dass alle das Material von der Schule gestellt bekommen.

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