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Reaktionen auf Nährstoffe sind individuell

Ein Experiment der Universität Ostfinnland hat gezeigt, dass Fettsäuren und Vitamine unterschiedliche Auswirkungen auf z.B. Cholesterin und Insulin haben können. Durch die Untersuchung von individuellen Faktoren könnte die Behandlung von ernährungsbezogenen Erkrankungen mit einem angepassten Ernährungsplan verbessert werden.

von Fantine B. , 19.10.2021 — 0 Kommentare

Auch wenn die allgemeinen Ernährungsempfehlungen für die meisten Menschen stimmen, gibt es individuelle Unterschiede. © Creative Commons

Es wurde schon früher festgestellt, dass Menschen unterschiedlich auf Nährstoffe reagieren und Diättherapien und Ernährungsberatungen werden schon zum Teil individuell angepasst.

In einem Experiment haben Forscher der Universität Ostfinnland die Auswirkungen bestimmter Nährstoffe auf den Cholesterin-, Zucker- und Insulingehalt im Blut untersucht. Dafür wurden die Essenstagebücher und Blutproben von über 100 Personen analysiert.

Es zeigte sich, dass nicht alle Proband:innen auf die selben Nährstoffe gleich reagieren; die Reaktionen können sogar in entgegengesetzte Richtungen gehen.

Der größte Unterschied wurde bei den ungesättigten Fettsäuren, die z.B. in Olivenöl, Nüssen und Pilzen enthalten sind, beobachtet. Sie werden allgemein als gesund betrachtet, denn sie lassen bei vielen Menschen das Insulin im Blut steigen. Bei manchen ist die Auswirkung aber bedeutungslos, und bei anderen steigt sogar der Zuckergehalt.

Grund dafür sind vor allem die Gene, aber auch sie können nicht alles erklären, denn frühere Forschungen haben gezeigt, dass selbst eineiige Zwillinge unterschiedlich reagieren können. Wahrscheinlich spielen Lebensgewohnheiten und die Darmflora auch eine wichtige Rolle. Außerdem verändern sich die Reaktionen des Körpers, wenn der Körper sich verändert.

Diese Ergebnisse erklären die widersprüchlichen Ergebnisse von früheren Forschungen, aber stellen auch die allgemeinen Ernährungsempfehlungen in Frage.

Dem Forscher und Datenanalytiker Jari Turkia zufolge sind sie aber trotzdem ein guter Ausgangspunkt. Wenn man sich vielfältig ernähre, könne man nichts Falsches machen.

Diese Ergebnisse sind vor allem bei der Behandlung von ernährungsbezogenen Erkrankungen von Bedeutung, wie Typ-2-Diabetes, hohem Cholesterinspiegel und Herz-Kreislauferkrankungen. Eine angepasste Ernährung könnte sogar Medikamente ersetzen. Auch die Ursachen dieser Erkrankungen könnten dadurch besser ermittelt werden.

Weitere Experimente sind aber nötig, um das Analysemodell zu verbessern und es auf Patienten anwenden zu können.

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