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Psychische Auswirkungen der Coronapandemie auf finnische Studenten

Die Pandemie hat deutliche Spuren bei den Studenten hinterlassen. Depressionen, Angstzustände und Schlafstörungen treten deutlich häufiger auf als noch vor 2 Jahren. Der Finnische Gesundheitsservice für Studenten ist komplett ausgelastet und kommt bei der hohen Nachfrage nicht mehr hinterher. Wartezeiten von mehreren Monaten sind die Folge.

von Swantje , 14.04.2022 — 0 Kommentare

Die mentale Gesundheit von Studenten leidet durch die Pandemie. © Sergey Kolomiyets / unsplash

Die Coronapandemie wütet nun schon seit 2 Jahren – eine lange Zeit für Menschen in ihren frühen Zwanzigern. Studienanfänger haben im Prinzip noch nichts vom Studentenleben erleben können, ältere Studenten haben Schwierigkeiten, die geforderte Leistung zu erbringen.

Seit Anfang der Pandemie hat sich der Bedarf an psychologischer Betreuung verdoppelt. Für Jugendliche und junge Erwachsene ist Corona viel eher eine Bedrohung für die Psyche als für die Atemwege, meint Päivi Metsäniemi, die Chefärztin vom Finnish Student Health Service (YTHS).

Der Bereich der psychologischen Betreuung des studentischen Gesundheitsservices ist stark überlastet. Teilweise muss man bis zu drei Monate auf einen Termin warten und wer mehrere Sitzungen benötigt, muss häufig mehr als einen Monat auf einen Folgetermin warten. Auch bei Arztbesuchen und Psychotherapien gibt es mancherorts monatelange Warteschlangen.

Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, haben heute Studenten in ganz Finnland demonstriert. Sie fordern mehr Ressourcen für die psychologische Betreuung der YTHS. Demonstrationen fanden in Joensuu, Kuopio, Jyväskylä, Lappeenranta und Tampere statt.

Laut Metsäniemi leiden immer mehr Studenten unter Depressionen, Angstzuständen, Schlafstörungen oder Problemen bei der Bewältigung des Alltags. Etwa die Hälfte der Studenten, die psychologische Hilfe beantragen, benötigen 5–8 Termine. Wenn die Probleme schwieriger sind und beispielsweise eine Psychotherapie erforderlich ist, muss der Student in der Regel erneut einige Monate darauf warten. Warteschlangen können im schlimmsten Fall ein ganzes Jahr dauern.

Die YTHS erhielt in diesem Jahr ein zusätzliches Budget von vier Millionen Euro. Dies wird in eine digitale Klinik investiert, die darauf abzielt, die Warteschlangen in den beanspruchtesten Bereichen zu entlasten. Online-Therapie und Gruppenaktivitäten wurden ebenfalls entwickelt.

Laut Metsäniemi sollten die Universitäten jetzt in Kontaktlehre investieren und so schnell wie möglich zum normalen Leben zurückkehren. Auch die Studenten selbst wollen zurück in die Normalität, denn die Lust am Studieren ist durch die Lage stark zurückgegangen und die Hürde, Unterricht zu überspringen, sehr niedrig, wenn man eh nur den Laptop aufklappen muss.

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