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Die Energiekrise in Finnland

Die Pipeline Nord Stream 1 bleibt weiterhin stillgelegt und der Gaspreis steigt stark an. Die finnische Regierung plant daher Kampagnen, um die Bürger zum Stromsparen zu animieren und Krisenpakete, um Energiekonzerne vor der Insolvenz zu bewahren.

von Swantje , 05.09.2022 — 0 Kommentare

Auch Finnland steckt in der Energiekrise und muss Strom sparen. © Piqsels

Genauso wie Deutschland steckt auch Finnland tief in der Energiekrise. Diese eskalierte am Wochenende, als Russland bekannt gab, dass die Gaspipeline Nord Stream 1 geschlossen bleibt. Die Preise für Erdgas stiegen am Montag schon um 30 Prozent an.

Die finnische Regierung hat heute vor dem Parlament das Krisenpaket über 10 Milliarden Euro für Energiekonzerne vorgestellt. Damit nimmt Finnland in diesem Jahr deutlich mehr Schulden auf als üblich. Die Kreditaufnahme des Staates im Jahr 2022 wird auf rund 18,9 Milliarden Euro geschätzt.
 
Mit dem Krisenpaket könnte der Staat Energiekonzernen Kredite oder Bürgschaften anbieten, wenn ihnen die Insolvenz droht. Ein Staatskredit wäre der letzte Ausweg, wenn alle anderen Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Die Zinsen für diese Kredite sind mit 10-12 Prozent allerdings ziemlich hoch und auch die Bedingungen, um einen solchen Kredit zu bekommen, sind sehr streng.
 
Weitere Maßnahmen betreffen die Bürger direkt. Das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft versucht die Bevölkerung zum Stromsparen zu animieren. Für Anfang Oktober ist eine Kampagne geplant, in der dazu aufgerufen wird, die Duschzeit zu verkürzen, die Raumtemperatur herabzusetzen und die Nutzung von Unterhaltungselektronik einzuschränken.
 
Auch Kommunen überlegen, wie sie zum Energiesparen beitragen können und ziehen es zum Beispiel in Betracht, nachts die Straßenlaternen abzuschalten.
 
Etwa ein Viertel des finnischen Stromverbrauchs kommt durch Privathaushalte zustande. Die Stromeinsparung in Haushalten ist also wichtig. Jero Ahola, Professor für Energieeffizienz an der Technischen Universität in Lappeenranta, kritisiert, dass in privaten Haushalten so viel wie möglich gespart werden soll, aber Leuchtreklame, die einen so hohen Verbrauch aufweisen können wie ein Einfamilienhaus, trotzdem weiter angeschaltet bleiben. Nach Aholas Berechnungen braucht es nur einen drei Quadratmeter großen LED-Bildschirm, wie es ihn zum Beispiel in Einkaufszentren oder Stadien gibt, um in etwa denselben jährlichen Stromverbrauch zu erzielen, wie ein mit Fernwärme beheiztes Einfamilienhaus. Solche Reklame abzuschalten, könnte also auch deutlich Energie einsparen. Diese rechtlich abschalten zu lassen, sei aber leider nicht möglich. 

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