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Tunnin juna: Wer zahlt die geplante Eisenbahnstrecke?

Die Zugverbindung zwischen Helsinki und Turku soll schneller werden. Zurzeit streiten sich Kommunen und Staat, wie die Kosten verteilt werden sollen.

Der Hochgeschwindigkeitszug "Pendolino" verkehrt heute schon zwischen Helsinki und Turku © Visit Finland

Schneller von Turku nach Helsinki

Ganz korrekt ist der Name nicht: das Projekt Tunnin juna – zu deutsch einstündiger Zug – soll dafür sorgen, dass die Zugverbindung zwischen Helsinki und Turku schneller wird. Im Bestfall wird dann eine Reisezeit von 1:18 Stunden erreicht. Wenn auch eine Stunde dann nicht ganz reicht, wäre die Fahrt von Helsinki nach Turku oder zurück dann doch immerhin 34 Minuten schneller als bisher.

Erreicht werden soll dies zum einen durch Gleissanierungen, zum anderen und insbesondere durch einen gänzlich neu zu bauenden Gleisabschnitt. Die bisherige Eisenbahnstrecke macht zwischen der Hauptstadtregion und Salo einen großen Bogen gen Süden. Sie verläuft somit fast entlang der Südküste Finnlands und wird daher auch Rantarata, dt. Uferbahn, genannt – ein Umweg, der Reisende zwischen Turku und Helsinki deutlich mehr Fahrzeit beschert. Im Rahmen des Neubaus soll zwischen der Hauptstadtregion und Salo ein deutlich direkter verlaufender Streckenabschnitt entstehen und die Streckenlänge verkürzen.
 

Der Streit ums Geld

Wenig überraschend kostet solch ein Projekt eine Menge Geld – aktuelle Schätzungen gehen von 2,8 bis 3 Milliarden Euro aus, welche der Staat und die betreffenden Kommunen gemeinsam stemmen müssen. Der jüngste Beschluss des zuständigen wirtschaftspolitischen Ministerialausschusses sieht vor, dass der Staat nur 51 % der Kosten großer Teilabschnitte zu tragen bereit ist – ein Paukenschlag für die Kommunen, den sie so nicht hinnehmen möchten. Die verbleibenden 49 % wären dann durch sie zu tragen. Sie verweisen darauf, dass der kommunale Anteil ähnlicher Projekte in der Vergangenheit deutlich niedriger war oder sogar bei null lag. Einer einseitigen Bestimmung durch den Staat stehen sie kritisch gegenüber und sähen durch den Beschluss hunderte Millionen Euro an Kosten auf sie zukommen.

Sollte das Projekt scheitern, weil sich Kommunen und Staat nicht einigen können, würde das letztlich zu einer milliardenschweren Sanierung der Bestandsstrecke führen müssen – damit diese langfristig überhaupt befahrbar bleibt. Die Kosten dafür müsste dann ohnehin der Staat allein tragen. Gut möglich also, dass er bei den nächsten Verhandlungen im Frühling den Kommunen entgegenkommen wird. Wenn dann alles nach Plan läuft, wäre der Beginn der Bauarbeiten für spätestens 2027 angesetzt und erste Teilabschnitte könnten dann wohl ab 2030 befahren werden. Die Einweihung der Gesamtstrecke, welche auch Länsirata (dt. Westbahn) genannt wird, ist dann für 2032 vorgesehen.

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