Praktikum in der finnischen Partnerstadt Kotka
Seit etwa 6 Wochen bin ich in Kotka, und es liegen noch 6 Wochen vor mir. Ich bin als Praktikantin im Rathaus der Stadt, zum einen, um Erfahrungen zu sammeln, die ich hoffentlich in meinem späteren beruflichen Leben nutzen kann, und zum anderen, um meine Finnischkenntnisse zu vertiefen und auch praktisch anzuwenden.
Ähnlichkeiten der deutsch-finnischen Partnerstädte
Kotka ist Greifswalds finnische Partnerstadt. Zum einen teilen sie sich einen Greifvogel im Namen, den Greifen bei Greifswald, und den Adler – Kotka – in der finnischen Partnersatdt. Aber es gibt auch noch einige weitere Ähnlichkeiten. Die Städte sind in etwa gleichgroß, mit jeweils ca. 50.000 Einwohnern. Sie liegen beide in etwa 1.5 Stunden von der nächsten Grenze und auch ähnlich weit von der Landeshauptstadt entfernt. Und beide liegen an der Ostsee, mit einem zentralen Stadtkern, in dem sich viel vom städtischen Leben abspielt. Kotka ist allerdings etwas direkter am Meer, selbst von meiner Wohnung aus kann ich das Meer sehen, da die Innenstadt auf einer Insel liegt.
Praktische Einblicke in das kommunale Leben
Im Rathaus bin ich in der Abteilung für Marketing und Kommunikation, durfte aber auch schon viele andere Einrichtungen der Stadt kennenlernen um zu erfahren, wie es hier funktioniert. So war ich etwa in der Bibliothek und durfte mit dem Bibliotheksbus durch die Umgebung fahren, oder aber auch im Museumszentrum Vellamo mir ansehen, wie neue Ausstellungen geplant werden oder wie es in den Sammlungen von Vellamo aussieht. Auch in den umliegenden Gemeinden Pyhtää und Hamina durfte ich mir ansehen, wie sie funktionieren
Urbane Landschaften und finnische Natur
Kotka und die gesamte Region Kymenlaakso sind auch landschaftlich sehr sehenswert. Überall sind das Meer und die Natur sehr nahe, sowohl mit den zahlreichen Parks der Stadt, die wirklich sehr sehenswert sind, als auch generell. Am beeindruckendsten für mich war mein Ausflug nach Haapasaari, eine Insel kurz vor der Seegrenze mit Russland, und mit dem kleinsten Lebensmittelläden Finnlands. Das Leben auf der Insel schien wie direkt aus Tove Janssons „Sommerbuch“ genommen, mit vielleicht an paar mehr Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts.
Austausch als gegenseitiger Gewinn
Ich bin sehr dankbar dafür, wie viel ich jede Woche kennenlernen und erleben darf. Es ist nicht immer einfach, jede Woche an einem neuen Ort innerhalb Kotkas zu sein, aber ich werde jedes Mal sehr freundlich und interessiert aufgenommen und ich lerne sehr viel, sowohl darüber, wie die Stadt funktioniert, als auch an praktischen Finnischkenntnissen, allein schon dadurch, es selbst sehr viel mehr zu sprechen, als das im normalen Universitätsalltag in Deutschland der Fall ist.
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