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Lieber Netflix als Bücherlesen - lesefaule Schüler in Finnland

Der Lehrer und Autor Tommi Kinnunen ist ein bedeutender Vertreter der finnischen Gegenwartsliteratur. Nun äußert er sich zu lesefaulen Schülern in Finnland.

von DFGliest , 08.02.2019 — 0 Kommentare

Autor Tommi Kinnunen © Jussi Vierimaa

Jahrgang 1973, im Nordosten Finnlands, in Kuusamo, geboren, lebt der Lehrer und Autor Tommi Kinnunen heute mit seiner Familie in der ehemaligen finnischen Hauptstadt Turku und arbeitet dort als Finnischlehrer in Luostarivuori-Schule. Bisher hat er drei Romane geschrieben: Neljäntienristeys (2014), Lopotti (2016) und Pintti (2018). Neljäntienristeys erschien auf Deutsch als "Wege, die sich kreuzen" 2018 bei DVA. Die deutschen Rechte für Lopotti hat sich der Penguin Verlag  gesichert.

Kinnunen meldet sich in Finnland immer wieder zu aktuellen Themen, vor allem auch aus dem Schulalltag. So auch 2018 in der in Finnland angesehenen Zeitschrift „Suomen kuvalehti“ zum Thema "lesefaule Schüler".

Als Finnischlehrer macht er sich dort Sorgen über junge Menschen, die das Lesen schon eigentlich aufgegeben haben und teilweise das Gelesene nicht mehr verstehen können. Die Schüler gerieten beim Lesen immer öfter zum Stocken, Textverständnis wäre das Problem. "Wenn ich Fragen zum Text stelle, die Antwort aber nicht Wort für Wort meiner Formulierung entspricht, kann ich nicht sicher sein, dass die Schüler die Antwort finden. Schon ein anderer Kasus kann sie in die Irre führen."

Wenn man bedenkt, dass lt. Statistiken ca. ein Drittel der Finnen mindestens ein Buch pro Monat liest und die Finnen durchschnittlich zehnmal pro Jahr in eine Bibliothek gehen und jeder Finne etwas mehr als ein Buch pro Monat ausleiht, klingen diese Worte von Tommi Kinnunen eigentlich wie aus einer anderen Welt.

Sind es nur "die Älteren" die in Finnland noch lesen und die Jüngeren haben es verlernt, oder bekommen die Jungen Leute zu wenig Anreize zum Lesen - zu Hause und in der Schule? 
Kinnunen sagt: "Ich glaube fest daran, dass es keinen Schüler gibt, der nicht gerne liest, sondern nur solche, die noch nicht das passende Buch gefunden haben. Wenn das richtige Buch auftaucht, passiert das, was einer meiner Schüler so erklärt: „Nachdem ich ein gutes Buch gelesen habe, muss ich mich einen Moment hinsetzen und nach Luft schnappen.“

Wir von DFGliest wünschen allen, dass Sie das passende Buch finden und lesen!

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