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Rezension: Tuutikki Tolonen: Monsternanny

Eltern aufgepasst: Hier Rezension der Kinderbücher von Tuutikki Tolonen.

von dfgliest , 08.05.2019 — 0 Kommentare

© Tammi

Eine wunderbare Idee hat Tuutikki Tolonen da in zwei Bänden zum Leben erweckt. Monsternanny ist die Geschichte der drei Geschwister Maikki, Kaapo und Hilla Hellemaa. Ihre Mama hat eine Wellnessreise gewonnen, eine Nanny für die Kinder für diese Zeit ist inklusive – aber oh weh, es handelt sich um ein haariges, stinkendes, staubendes Monster! Und offenbar um ein sehr seltsames wissenschaftlich anmutendes Experiment, was Kaapo, den jungen Forscher in der Familie, besonders interessiert.

Ein nettes, gutmütiges Monster ist Grah, so sein Name, allerdings, das selbst mit seinen Artgenossen, die in befreunde­ten Familien der Hellemaa-Kinder arbeiten müssen, in eine höchst unfreiwillige Geschichte verfrachtet worden ist. Grah versteht die Kinder, kann aber selbst nur in Lauten sprechen – wie gut, dass Maikki, die Jüngste, nicht nur den besten Zugang in der Familie zur magischen Welt hat, sondern auch einen sprechenden Bademantel besitzt, der sich als wertvoller Ratgeber in schwierigsten Abenteuern bewährt. Und den die Geschwister, die Maikki bislang immer für ein bisschen verrückt gehalten haben, auch schätzen lernen, denn er eignet sich sogar für die Teleportation von Nachrichten, Fotos und – Butterbroten und Kakao!

Der erste Band spielt in der Menschenwelt – wie gut, dass Grah sich auch unsichtbar machen kann! – und endet mit der Rückkehr der Monster in ihre unter­irdische Heimat. Dorthin schlüpft die neu­gierige Maikki ihrer Freundin Grah nach – und der zweite Band beginnt in dieser vollends fantastischen Welt, die auch Hilla auf ganz andere Weise betritt. Viele feindliche Wesen treiben sich hier herum – aber die Freundschaft zwischen dem kuscheligen Monster und den Kindern hält allen Widrigkeiten stand.

Zwei wundervoll und spannend geschriebene und übersetzte (Anu Stohner) Bücher mit gerade dem richtigen Gruselfaktor, aber gutem Ende – und Pasi Pitkänens tollen Zeichnungen dazu, die noch mal eine ganz eigene Fantasieebene in den Büchern öffnen. Die Leseempfehlung für Kinder ab 9 Jahren passt genau.

Tolonen, 1975 geboren, hat finnische sowie spanische und lateinamerikanische Literatur studiert und bereits mehrere Kinder- und Jugendbücher verfasst. Sie lebt in Helsinki und arbeitet unter anderem für Finnlands einzige Kinderliteraturzeitschrift Vinski. Übrigens: Nicht nur wurde Tuutikki Tolonen 2016 mit dem Arvid-Lydecken-Kinderbuchpreis ausgezeichnet, Hollywood soll sich auch bereits die Filmrechte für die Monsternanny gesichert haben …
 
Tuutikki Tolonen: Monsternanny – Eine ungeheuerliche Überraschung (Mörkövahti), sowie Monsternanny – Ein unterirdisches Abenteuer (Mörköreitti), Übersetzung: Anu Stohner, Illustration: Pasi Pitkänen. Carl Hanser Verlag, 2018, 304 bzw. 284 S., jeweils 14 Euro, ISBN 978-3-446-25982-9 bzw. 978-3-446-25919-5.
Eine Rezension aus der Deutsch-Finnischen Rundschau 180 von Jessika Kuehn-Velten.

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