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Rezension: Gerhard und Eevi Schmid-Nurminen: Der Steg

Im Heiner Labonde-Verlag ist Der Steg von Gerhard und Eevi Schmid-Nurminen erschienen. 49 Episoden aus dem Leben eines deutsch-finnischen Paares.
Lesen Sie hier die Rezension von Roland Brozio aus der Deutsch-Finnischen Rundschau.

von dfgliest , 09.09.2019 — 0 Kommentare

Gerhard und Eevi Schmid-Nurminen: Der Steg © Heiner Labonde Verlag

Das Cover des Buches ziert eine von einem befreundeten Künstler des Autorenpaars gefertigte Lithografie. Es zeigt einen Holzsteg, der hinausführt durch eine mit Schilf bewachsene Uferzone hin zu offenem Wasser. Ein festes Fundament, solide, tragbar, bei lachender Sonne wie drohend verhangenem Himmel. So wie eine vertrauensvolle, verlässliche Beziehung, die in guten wie in schlechteren Tagen gemeinsam durchs Leben trägt.

In solch ein Werden und Wachsen von Beziehung und Liebe hinein nehmen uns Gerhard und Eevi. Sie liefern uns Mosaik­steine in Form kurzer Geschichten, im Kern immer autobiografisch, einiges nur fiktiv. Sie beleuchten Ereignisse, die stellvertretend stehen für Prozesse, Entwicklungen, Haltungen, gesellschaftlich wie persönlich.

In 49 Episoden lernen wir die kleine Finnin aus einem Dorf bei Mikkeli kennen und das Kriegskind aus dem zerbombten Stuttgart. Abwechselnd erzählen sie von ihrer Kindheit und ihrer Jugend.Dort das eher bodenständige Mädchen, hier der eher sensible Träumer. Wie sie zueinander finden und trotz aller Widrigkeiten zueinander stehen, davon berichtet dieses feine Buch. Nimmt uns mit auf eine Reise von den 1940er Jahren bis in die 60er. In eine Zeit, als Anstand und Moral es einem jungen Paar, zumal aus zwei unterschiedlichen Ländern, eben Finnland und Deutschland, nicht immer leicht machten. 

Manches „altgediente“ deutsch-finnische Paar unter den DFGlern mag sich in bestimmten Beschreibungen wiederfinden, in vielen Begebenheiten sicher ganz andere Erfahrungen gemacht haben.

Der Steg ist auf alle Fälle mehr als ein persönlicher Lebensrückblick. Das Buch verweist auf die generelle Haltung, wie Respekt und gegenseitige Achtung dem oder der Liebsten gegenüber, aber eben auch gegenüber dem Nachbarn und Fremden, das Leben aller Beteiligten nicht nur einfacher, sondern auch erfüllter und beglückender macht. Das Buch ist zuweilen ernst und beklemmend, dann wieder äußerst anrührend und humorvoll. Auf jeden Fall hat es einen optimistischen und aufmunternden Unterton. Und der trägt. Wie ein solide gebauter Steg. Auch den Leser und die Leserin.

Gerhard und Eevi Schmid-Nurminen: Der Steg – Kindheit, Jugend und Liebe zwischen Finnland und Deutschland. Heiner Labonde Verlag, 2018. ISBN: 978-3-937507-76-7. 135 Seiten. 10 Euro.
Eine Rezension von Roland Brozio in der Deutsch-Finnischen Rundschau 181.



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