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Preisregen für finnische Filme auf den Nordischen Filmtagen

Mika Kaurismäki, Miia Tervo, Paul-Anders Simma und Selma Vilhunen: Finnland war bei den diesjährigen Filmtagen in Lübeck gut aufgestellt.

von MoinMoiNews , 03.11.2019 — 0 Kommentare

© Nordische Filmtage Lübeck

Bei den diesjährigen 61. Nordischen Filmtagen Lübeck konnten sich vier finnische Regisseure bzw. Regisseurinnen über den Erfolg ihrer Filme freuen: Der Publikumspreis der Lübecker Nachrichten wurde an den Film von Mika Kaurismäki vergeben: „Meister Cheng“ („Mestari Cheng“). Ausgewählt wurde die Auszeichnung von der größten Jury des Festivals, dem Publikum, das in diesem Jahr erstmalig per Online-Voting abgestimmt hat. Die Hauptdarstellerin Anna-Maija Tuokko nahm den Preis in Empfang. Den Preis für das Beste Spielfilmdebüt, der mit 7.500 Euro dotiert ist, bekam Regisseurin Miia Tervo für ihren Film „Aurora“. Hauptdarstellerin Mimosa Willamo nahm den Preis am Abend entgegen.

Der in diesem Jahr erstmals mit einem höheren Preisgeld von 5.000 Euro ausgestattete und unter seinem neuem Namen vergebene Dokumentarfilmpreis des DGB Bezirk Nord geht in den äußersten Norden Finnlands: ausgezeichnet wurde „Die Kraft des Joik“ (Luodi fábmu). Regisseur Paul-Anders Simma war leider durch den ersten massiven Schneesturm dieses Winters an der Anreise gehindert worden. Die Jury des Dokumentarfilmpreises des DGB Bezirk Nord zeichnet einen Film aus, „der mit eindrucksvollen Bildern den vom Tourismus und Klimawandel bedrohten Lebensraum einer von der Politik verlassenen Minderheit zeigt.“

Über den mit 5.000 Euro dotierten Kinder- und Jugendfilmpreis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck konnte sich ebenfalls ein finnischer Film freuen: „Stupid Young Heart“ („Hölmö nuori sydän“), die Oscar-Einreichung des Landes für 2020. Regisseurin Selma Vilhunen holte den Preis persönlich ab. In der Jurybegründung heißt es: „Die Kinder-und Jugendfilmjury möchte einen Film ehren, der einen von Anfang bis Ende mitreißt und auch dann noch lange nachhallt. Der Regisseurin gelingt es, mit Sensibilität und hoher Präzision, eine große Nähe zu ihren Figuren zu schaffen und deren Perspektiven nachvollziehbar darzustellen.Ohne erhobenen Zeigefinger werden hier sozial- und gesellschaftspolitische Themen behandelt, die wir gerade in diesen Zeiten weltweit für extrem relevant erachten.“

Der mit 12.500 Euro dotierte Hauptpreis der 61. Nordischen Filmtage Lübeck, der NDR Filmpreis ging in diesem Jahr an einen isländischen Film: Im Rahmen der feierlichen Filmpreisnacht im Theater Lübeck nahm Hauptdarsteller Ingvar E. Sigurðsson den Preis für „Weißer weißer Tag“ („Hvítur, hvítur dagur“) von Regisseur Hlynur Pálmason in Empfang.

„Der diesjährige Wettbewerb war gespickt mit Favoriten, was das Rennen um die Preise bis zuletzt hochspannend gemacht hat“, sagt Linde Fröhlich, künstlerische Leiterin der Nordischen Filmtage Lübeck. „Ich freue mich sehr, dass die Preisgewinner eine Vielfalt an Genres und Filmstilen aufweisen und aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln den Zustand unserer Gesellschaft widerspiegeln.“ Festival Manager Florian Vollmers wünscht den Preisgewinnern eine erfolgreiche Kinoauswertung in Deutschland: „Nach den Nordischen Filmtagen Lübeck werden viele der hier ausgezeichneten Filme in die deutschen Kinos kommen.“

Die Preisträger und Lobenden Erwähnungen der 61. Nordischen Filmtage Lübeck:

NDR Filmpreis:
WEISSER WEISSER TAG
(Hvítur, hvítur dagur), Regie: Hlynur Pálmason Island/Dänemark/Schweden

Preis des Freundeskreises für das Beste Spielfilmdebüt:
AURORA
(Aurora), Regie: Miia Tervo, Finnland

Publikumspreis der Lübecker Nachrichten:
MEISTER CHENG
(Mestari Cheng), Regie: Mika Kaurismäki
Finnland/China/Großbritannien

Kirchlicher Filmpreis INTERFILM:
ECHO
(Bergmál), Regie: Rúnar Rúnarsson
Island/Frankreich/Schweiz

Baltischer Filmpreis für einen nordischen Spielfilm:
SONS OF DENMARK
(Danmarks sønner), Regie Ulaa Salim, Dänemark

Dokumentarfilmpreis des DGB Bezirk Nord:
DIE KRAFT DES JOIK
(Luodi fábmu), Regie Paul-Anders Simma Finnland/Großbritannien/Norwegen/Schweden

CineStar-Preis:
ASCONA
(Ascona), Regie: Julius Dommer, Deutschland
Eine Lobende Erwähnung geht an:
PICTURES I DIDN‘T TAKE, Regie: Anna Garbo, Deutschland

Kinder- und Jugendfilmpreis:
STUPID YOUNG HEART
(Hölmö nuori sydän), Regie: Selma Vilhunen, Finnland/Niederlande/Schweden
Eine Lobende Erwähnung geht an:
AWAY (Away), Regie: Gints Zilbalodis, Lettland

Preis der Kinderjury:
LUCIA UND DER WEIHNACHTSMANN
(Julemandens Datter), Regie: Christian Dyekjær, Dänemark
Eine Lobende Erwähnung geht an:
EIAS ABENTEUER IM EULENWALD (Eia jõulud Tondikakul), Regie: Anu Aun, Estland

Weitere Informationen: www.nordische-filmtage.de
Text: DFG Schleswig-Holstein

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