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Rezension: Kepler 62 – die Weltraumsaga

Spannender als jedes Computerspiel: Kepler 62 – die Weltraumsaga von Bjørn Sortland, Timo Parvela, Pasi Pitkänen. Hier ist die Rezension in der Deutsch-Finischen Rundschau!

von dfgliest , 14.04.2020 — 0 Kommentare

  • Kepler 62, 2 © Kosmos

  • Kepler 62, 1 © Kosmos

Lesemuffel aufgepasst. Wer dieses Buch in die Hand nimmt, vergisst vielleicht, am Handy zu spielen. Denn dieses Buch, eine Mischung aus Sciencefiction und Abenteuerroman, ist spannender als jedes Computerspiel. Und es geht um ein Computerspiel: Kepler62! Das „beste und schwierigste“ Spiel der Welt, das bisher nur eine Handvoll Kinder auf der Welt knacken konnten. Wer Level 100 erreicht, gewinnt eine Weltraumfahrt zum Planeten Kepler62. Ausgewählte Kinder bauen dort eine neue Welt auf, denn die Erde ist fast unbewohnbar geworden.

Das Buch spielt in der Zukunft, im Zeitalter der Playstation 10. (Für alle, für die das keine konkrete Zeitangabe ist: gerade hat Sony die Lancierung von Playstation 5 für November 2020 angekündigt.) Ari, 13 Jahre, und sein kleinerer Bruder Joni, 10 Jahre, leben praktisch allein, da ihre Mutter „unterwegs“ ist auf der „Suche nach Arbeit, Essen, Chancen“ und neuerdings „immer länger weg“ blieb. Für Obst, Milch oder Brot reicht ihr Geld nicht, sie „ernähr­ten sich von Dosenessen, Brüh­würfeln und Mais.“ Es sei denn, in Aris übergro­ßem Parka und umgekrempelten Hosenbeinen verschwinden Mandarinen, Orangen­saft, Toastbrot oder Lollis aus dem Supermarkt und es gelingt ihm, den aufmerksamen Wachmann zu überlisten.

Die Bevölkerung ist überaltert, es mangelt an Fachkräften. Als Joni krank wird, sitzen die beiden Brüder einer achtjähri­gen Ärztin gegenüber, die per Neurotuning zur Fachärztin ausgebildet wurde. Als diese misstrauisch wird und die Abwesenheit der Mutter der Regierung melden will, lässt sie sich durch einen Lolli davon abbringen. Kind bleibt eben Kind, Neurotuning hin oder her. Die „Ärztin“ schreibt einen Code auf, mit dem sie aus einem Automaten im Eingangsbereich das gewünschte Medikament erhalten.

Dann geschieht etwas Unglaubliches: Joni bekommt das Spiel Kepler62 von einer ungekannten Frau geschenkt und nun kennen die Brüder nichts anderes mehr. Sie vergessen die Zeit und spielen, spielen, bis sie beim zweiten Anlauf tatsächlich Level 100 erreichen. Da klingelt es, und ein fremder Junge lädt sie ein zu einer Weltraummission. Hier endet das erste Buch Die Einladung.

Im zweiten Band Der Countdown bereiten sich Ari und Joni zusammen mit anderen Kindern, die Level ebenfalls erreicht haben, in einem geheimen Camp in der Wüste Nevada auf ihre Weltraummission vor.

Dem Autorenpaar gelingt es über­zeugend, eine Welt der Zukunft zu beschreiben, mit der sich Leser von heute leicht identifizieren können. Timo Parvela ist auch in Deutschland ein viel gelesener Autor. Auch der norwegische Autor Bjørn Sortland ist in Deutschland kein Unbekannter. Die groß­flächigen Illustrationen des Finnen Pasi Pitkänen sind cool!

Wer nach dem zweiten Band nicht warten will: Im März erschien der dritte Band der sechsteiligen Serie: Die Reise.

Bjørn Sortland und Timo Parvela (Autoren)/Pasi Pitkänen (Ill.): Kepler62 – Buch 1: Die Einladung. Kosmos 2019. 128 S., EAN 9783440166123, 12,99 Euro.Kepler62 – Buch 2: Der Countdown. Kosmos 2019. 160 S., EAN 9783440166130, 12,99 Euro. Erhältlich auch als Audio-CD. Aus dem Finnischen von Elina Kritzokat. Ab 10 Jahre. Eine Rezension i der deutsch-Finnischen Rundschau 184 von Anke Michler-Janhunen.
 

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