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Rezension: Mika Hentunen: Suworows Schatz

"Ein literarisches Meisterwerk" schreibt der Rezensent! Lesen Sie hier die Rezension des Debütromans von Mika Hentunen!

von dfgliest , 03.06.2020 — 0 Kommentare

Mika Hentunen: Suworows Schatz © Antium Verlag

Die Dreh- und Angelpunktfigur des Debütromans von Mika Hentunen, die in einem historischen Begebnis lebt: Den legendären russischen Offizier Alexander Suworow († 1800) umrankt das dunkle Geheimnis, auf einem seiner letzten Feldzüge einen Schatz im südkarelischen Saimaa-See versenkt zu haben. Der Romaninhalt ist „flugs“ erzählt: Der todkranke Vater des Exilpalästinensers Mohammed vertraut seinem Sohn an: „Ich weiss, wo sich ein Schatz befindet, und ich will, dass du tauchst, um ihn zu heben“ (S. 111). Im Zuge des weiteren Handlungsverlaufs ruft die Schatzsuche mit arktischen Bedingungen auch hochkarätige internationale Geheimdienste wie die CIA und den israelischen Mossad auf den Plan. Ob der Schatz bei Savitaipale, wo General Suworow eine Grenzfestung – „Kärnäkosken linnoitus“ – bauen ließ, wirklich gefunden und auch gehoben wird?


Des Autors großes Geschick ist es, sein Buch „stark von der Verarbeitung aktueller politischer Konflikte“ wie „Nord- und Südkorea“, „Palästinenser/Gazakonflikt“ und „Nachwehen von 9/11 in den Vereinigten Staaten“ leben zu lassen. Sein Werk betreffend hat Mika Hentunen in persona geäußert, dass die „Figuren“ aus zahlreichen „Teilen der Welt“ stammen und immer wieder von „inneren Konflikten“ – einer Art „Scheitern“ – bewegt sind. Helmer Hukkanen zum Beispiel, der ebenfalls Suworows Kriegsbeute aufspüren will, figuriert als ein gescheiterter Sportler, der von „gnadenlose(n) Wachstumsschmerzen“ gequält wird (S. 64). Zudem wurde zu vergangenen Zeiten die Arbeitslosigkeit „viel ernsthafter angepackt“, konstatiert Hukkanen.

Mika Hentunen wollte ein Buch über die Gegend vom südkarelischen Savitaipale schreiben, weil er die Region von seiner Kindheit her gut kannte. Sein Vater, der als Geschichtslehrer wirkte, hatte ihm von dem niemals in einer Schlacht besiegten General Suworow erzählt und den Sohn gleichsam zu dem spannenden Buch inspiriert. In vier Teile gegliedert, ist das Romanwerk von kurzen Sätzen „gezeichnet“ und mit einer äußerst flüssigen Feder geschrieben. Hentunen hat ein literarisches Meisterwerk geliefert.

Mika Hentunen: Suworows Schatz. Roman. Aus dem Finnischen von Beat Hüppin, Antium Verlag Wangen 2019, 279 S., ISBN 978-3-907132-06-7, 17,50 Euro. Eine Rezension in der Deutsch-Finnischen Rundschau von Dr. Michael Peters.
 

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