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Rezension: Jaakko Melentjeff: Die Rache des Auferstandenen

Ein neuer Krimi aus Finnland! Hier kommt die Rezension aus der Deutsch-Finnischen Rundschau (DFR).

von dfgliest , 29.04.2021 — 0 Kommentare

Jaakko Melentjeff: Die Rache des Auferstandenen © Antium Verlag, Wangen, Schweiz, 2020.

Der junge im schweizerischen Wangen ansässige Antium Verlag hat sich vor allem auf die Übersetzung finnischer Autoren spezialisiert. Sein Gründer Beat Hüppin, Sohn einer Finnin und eines Schweizers, hat nicht nur binnen drei Jahren sieben Bücher herausgebracht, sondern sie auch selbst übersetzt. Den Auftakt bildete der im Gründungsjahr 2018 erschienene Krimi Die Ertrunkenen von Jaakko Melentjeff (siehe Besprechung in DFR 181). Und schon zwei Jahre später folgt die Fortsetzung der NORDSA-Reihe. Die Abkürzung steht für die Koordinierungsstelle für die Zusammenarbeit der schwedischen und finnischen Polizeibehörden mit Sitz in Helsinki. In Stockholm ermitteln, wie bereits im ersten Teil, Annmari Akselsson und Håkan Helmström, in Tampere Paula Korhonen, und bei Kalle Nordin in Finnlands Hauptstadt laufen die Fäden zusammen.

Auch die Geschichte knüpft an den komplexen Fall des ersten Buches an und wird – so viel sei verraten – auch in dem vorliegenden Krimi noch nicht ganz abgeschlossen sein. Worum geht es in diesem Thriller? Es geht um Rache und die Frage, ob sich durch Rache Gerechtigkeit herstellen lässt. Alles beginnt in dem kleinen Ort Kyröskoski, wo der Rechtsanwalt Reine Larsson aus sehr weiter Distanz mit nur einem einzigen Schuss in seinem Sommerhaus ermordet wird.

Etwa zur gleichen Zeit wird der afghanische Geschäftsmann und Serienmörder Kharoon Asefi in Stockholm zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und in die Haftanstalt überstellt. Kurz darauf wird dort ein Anschlag auf ihn verübt, den er nur knapp überlebt. In Dubrovnik gerät der junge Haris, der einst als Flüchtling aus Afghanistan nach Finnland kam, ins Visier der Balkanmafia und damit in Lebensgefahr.

Die Ereignisse hängen miteinander zusammen und führen auch nach Prag, Saragossa, Estland, Breslau bis an die Grenze zur Ukraine. Dort wiederum betreiben Menschenhändler ein höchst lukratives Geschäft, in dem auch ein polnischer Pater eine zentrale Rolle spielt. Eine Herausforderung also für die Ermittlerteams, die einzelnen Puzzleteile am Ende zu einem Großen und Ganzen zusammenzufügen. Eine wahre Herausforderung auch für die Leser/innen, denn bei der Vielzahl von Orten und Personen, die in den ersten, wenngleich kurzen Kapiteln wie ein Tableau aufgeblättert werden, gilt es, die Übersicht zu behalten.
Ungewohnt mag auch die Übersetzung wirken, die der helvetischen Herkunft des Übersetzers geschuldet ist. Zuweilen jedoch klappern die Formulierungen, kommen Dialoge umständlich daher oder erschließt sich der Sinn mancher Sätze nicht ohne weiteres.

Alles in allem ist dieser fesselnde und spannende Thriller (wie auch der Vorgängerroman), der im Übrigen ohne Gemetzel und Gewalt auskommt, für Freunde nordischer Krimis eine lesenswerte Ergänzung. Wie zu erfahren ist, erscheint noch in diesem Jahr Teil drei der Reihe in Finnland. Die deutsche Übersetzung wird dann hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen.

Jaakko Melentjeff: Die Rache des Auferstandenen (Papin kosto, Atena Kustannus, Jyväskylä 2019). Aus dem Finnischen von Beat Hüppin. Antium Verlag, Wangen, Schweiz, 2020.  488 S. ISBN 978-3-907132-13-5, 20,50 Euro. Eine Rezension in der Deutsch-Finnischen Rundschau von Petra Sauerzapf-Poser.

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