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Finnische Start-ups: Das unabhängige Betriebssystem von Jolla feiert sein 10-jähriges Jubiläum

2011 wurde das finnische Unternehmen Jolla von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern gegründet. Jetzt ist Jolla endlich rentabel und entwickelt neben seinem unabhängigen Betriebssystem Sailfish OS die Software AppSupport für andere Linux-Systeme.

von Fantine B. , 27.09.2021 — 0 Kommentare

Das finnische Unternehmen Jolla entwickelt sein unabhängiges Betriebssystem seit jetzt 10 Jahren. © Jolla

Vor einigen Wochen wurde der finnische Essenslieferdienst Wolt im MoinMoi-Portal vorgestellt; jetzt ist die Firma Jolla an der Reihe. Seit zehn Jahren entwickelt sie ihr eigenes, unabhängiges Betriebssystem für Smartphones, das Linux-basierte Sailfish OS. 2013 wurde das erste Jolla-Smartphone kommerzialisiert, aber heutzutage wird nur noch das Betriebssystem verkauft.

Ziel der Gründer war es, eine unabhängige und sichere Alternative zu Android und iOS anzubieten. Das ist insbesondere für Unternehmen und Regierungen interessant. 2014 hat sogar die russische Regierung eine Lizenz gekauft.

Weitere Vorteile dieses Systems sind die Freiheit in der Gestaltung der Benutzeroberfläche, sowie die Möglichkeit, Android-Apps benutzen zu können. Das System ist auch für Smartwatches und Tablets verfügbar. Allerdings ist es nicht mit allen Marken und Modellen kompatibel.

2020 war für Jolla ein besonders erfolgreiches Jahr: Mit 5,4 Millionen Euro sind die Einnahmen um über 50% gestiegen im Vergleich zum vorherigen Jahr. 2015 wäre das Unternehmen fast bankrottgegangen, aber laut dem Mitgründer Sami Pienimäki sei die Firma jetzt stabil.

Andere, neue OS-Entwickler, wie neulich Huawei mit dem HarmonyOS, seien keine Bedrohung für Jolla. Im Gegenteil: Sami Pienimäki findet es gut, dass es mehrere Alternative und Konkurrenz gibt. Aber auch wenn Jolla versuche, sich in China durchzusetzen, bleibe Europa der größte Markt.

Außerdem wird jetzt ein neues Produkt entwickelt: Das AppSupport soll Linux-Systemen – also nicht nur Sailfish OS – ermöglichen, Android-Apps zu nutzen. Vor allem Automobilhersteller haben Interesse gezeigt, denn so wären sie nicht mehr von Android und dadurch von Google abhängig. Allerdings ist das Software erst am Anfang seiner Entwicklung. Es wird gerade nach Investoren gesucht, um die Entwicklung zu finanzieren.

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