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Rezension: M. A. Ollikainen: Team Helsinki – Grausames Spiel

Als Band 2 der Team Helsinki-Reihe mit der Kommissarin Paula Pihlaja ist bei Lübbe „Team Helsinki: Grausames Spiel“ von A.M. Ollikainen erschienen. Hier eine weitere Buchbesprechung, diesmal von Petra Sauerzapf-Poser.

von DFGliest , 07.12.2023 — 0 Kommentare

A.M. Ollikainen: Team Helsinki: Grausames Spiel © Lübbe

M. A. Ollikainen: Team Helsinki –Grausames Spiel
 
Das Team Helsinki ermittelt wieder: Paula Pihlaja, die die Gruppe leitet, führt ein strenges Regime und trägt ein Geheimnis mit sich herum, oder eigentlich sind es zwei, von denen ihre Kollegen aber nichts ahnen. Ein wenig mehr Empathie und Offenheit würden ihr und dem Team guttun. Hartikainen, seit geraumer Zeit geschieden und etwas einsam, gilt als erfahrener Beamter, der kurz vor der Pensio­nierung steht. Karhu, der eigentlich anders heißt und den alle wegen seiner imposanten Statur den „Bären“ nennen, kommt aus der Abteilung für Wirtschaftskriminalität. Renko ist der Jüngste im Team und eine Frohnatur. Er geht den Kollegen wegen seiner Redseligkeit zuweilen ziemlich auf den Wecker, von Verdächtigen wird er gerade deswegen oft unterschätzt.

In ihrem zweiten Fall bekommen die Kommissare es zunächst mit einer alten, todkranken Frau zu tun, die an einem Baum erhängt aufgefunden wird. Doch der vermeintliche Suizid, an dem von Anfang an erhebliche Zweifel bestehen, erweist sich als Mord, spätestens als nach ein paar Tagen eine weitere Leiche auf einem Kinderspielplatz entdeckt wird. Ebenfalls erhängt. Seltsamerweise wird an den Tatorten Fugensand gefunden, der dort nicht hingehört. Laut Kriminaltechnik handelt es sich bei der Schlinge um ein- und dasselbe Nylonseil. Und irgendwie spielt auch eine Wippe eine tragende Rolle. Beide Fälle weisen also Parallelen auf. Ob die Opfer sich gekannt oder in welcher Beziehung sie zueinandergestanden haben, muss nun die Mordkommission herausfinden. Pikanter­weise handelt es sich bei dem zweiten Opfer um den prominenten ehemaligen Bergsteiger Otto Paljakka. Da will man zügig Ergebnisse haben.

Der Kreis der Verdächtigen ist schnell ausgemacht. Das Opfer war nicht verheiratet und hatte keine Kinder. Seine Fami­lie sind seine drei Geschäftspartner, die sich bereits seit der Schulzeit kennen: Den windigen Nico Saarela hatte Paljakka seinerzeit zu seinem Manager gemacht, mit der kühlen Jonna Salomaa hatte das Opfer in früheren Jahren ein Verhältnis, und von Samuli Suominen hatte er einst das Klettern und Bergsteigen gelernt. Die heile Welt des Unternehmens Paljakka zerbröselt immer weiter, je mehr Geheim­nisse die Kommissare aus der Vergangen­heit der vermeintlichen Freunde ans Tages­licht befördern. Und dann überschlagen sich die Ereignisse und es bleibt nicht bei den beiden Toten.

Die Geschichte wirkt recht konstruiert, sie kommt etwas behäbig daher und nur langsam in Gang. Dafür ist der Plot ein eiliger und überfrachteter Showdown, der nicht nur nicht richtig passt, sondern einige Fragen offenlässt. Vor allem die nach dem Motiv des Täters. Schade.
 
M.A. Ollikainen: Team Helsinki – Grausames Spiel. Aus dem Finni­schen von Gabriele Schrey-Vasara, Bastei Luebbe 2023, ISBN: 978-3-7857-2835-2, 17 Euro. Eine Rezension in der Deutsch-Finnischen Rundschau von Petra Sauerzapf-Poser.

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