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Rezension: Hiltrud Baier: Tangosommer

Der Roman führt den Leser in den finnischen Sommer und zu dem Tangofestival in Seinäjoki. Lesen Sie hier die Rezension aus der Deutsch-Finnischen Rundschau.

von DFGliest , 10.01.2024 — 0 Kommentare

Hiltrud Baier: Tango­sommer © KAMPA Verlag AG, Zürich

Hiltrud Baier: Tangosommer
 
Hiltrud Baier (geb. 1960 in Heilbronn) ist eine „Frau zu jeder Jahreszeit“. Sie studierte Pädagogik und Deutsche Literatur und hat sich 2001 nach Schweden aufgemacht. Seit dem Jahre 2008 lebt sie mit ihrem Ehegatten sowie den zwei Töchtern in Schwedisch-Lappland. Hiltrud Baier hat vielfach in Verlagen gearbeitet und wirkt zudem als Studienleite­rin für die Autorenschule des „Schreibens“ in Hamburg.

Die gebürtige Süddeutsche hat verschiedene Romane wie Tage mit Ida und alsdann Kinderliteratur geschrieben. In ihrem soeben veröffentlichten Roman Tangosommer ist es ihr glänzend gelungen, eine recht verwickelte und spannend zu lesende deutsch-finnische Freundschaftsgeschichte „Revue passieren zu lassen“.

Riitta steht im Begriff, sich auf das „Tangofestival“ in Seinäjoki vorzubereiten, wo sie alljährlich ihren Philipp, genannt Phil, trifft. „Hoffentlich würde das Wetter beim Tangofestival gut werden. Dann könnte sie mit Phil nicht nur in den Festhallen, sondern auch auf der Straße Tango tanzen.“ Riitta und Phil waren auch übereingekommen, bei ihren alljährlichen Treffen alles auszuschließen, was zum Privatleben jedes Einzelnen gehörte. Riitta jedoch fieberte fortwährend ihrem Treffen mit Phil entgegen. Doch dann sollte alles anders kommen. Ob das damit zusammenhing, dass Phil im letzten Sommer „bleich gewirkt“ hat? Und warum hatte sich Phil entgegen ihren Absprachen zwischen ihren Treffen bei Riitta gemeldet?

Doch Riittas Entschluss schien unverrückbar: Montagmorgen würde sie nach gut zwei Jahrzehnten nochmals nach Deutschland reisen, um ihren Phil wieder­zusehen. Wiederum weiß die Autorin die Spannung in ihrer Handlung zu „befeuern“, als sie unterdessen Riittas „Liebe“ Phil mit eigenem „Gefährt“ mit Finnlines nach Finnland reisen lässt, um seiner Tochter Johanna und der Enkelin Leni jenes Land zu zeigen, das er so über alles liebte. Kämen Riitta und Phil auf dem Tangofestival in der kleinen Stadt Seinäjoki dennoch zusammen, um ihre Gefühle ins rechte Lot zu bringen?

„Gib Phil und dir eine Chance“, hat Riittas Freundin Tiina von Herzen bekannt: „Eine ganz besondere Liebe, sieben Tage im Jahr, war doch besser als eine Liebe, die an Alltagsproblemen zugrundeging“. Und schienen nicht die Uhren hier im schönen Finnland im Gegensatz zu Deutschland viel langsamer zu gehen? Jetzt aber waren die meisten Finnen in ihren Mökkis „und feierten dort Mittsommer“!

Am Ende der bunten Handlung schien „ganz Finnland“ „am Tangofestival teilnehmen zu wollen“. Seit zwei Abenden tanzten Riitta und Phil miteinander. „Du tanzt immer noch am besten“, wusste Riitta zu beloben –„Charmeurin“. „Dann wissen wir, wer in diesem Jahr Tango­könig und Tangokönigin wird“. Phil schlosss „die Augen, hörte nur noch die Musik in seinem Inneren und spürte die Frau, die er liebte, in seinen Armen“.

Der Tangosommer ist ein schmuckes Buch, das sich von Jung und Alt lesen lässt. Die Autorin hat es kapriziös und mit Schwung verstanden, ihre Leserinnen und Leser durch einen verzauberten Sommer in Finnland zu führen.
 
Hiltrud Baier: Tango­sommer. Ein Okto­pus Buch bei Kampa, KAMPA Verlag AG, Zürich 2023, 271 S., gebundene Aus­gabe, ISBN 978-3-311-30051-9, 22 Euro. Eine Rezension in der Deutsch-Finnischen Rundschau 199 von Dr. Michael Peters.

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